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Wo kein Wille, da kein Weg: Die Antwort auf die Antwort

Helix administrata seelandii

Helix administrata seelandii – Die Seeland-Schnecke

Eine notwendige Vorbemerkung: Wir bleiben beim Prinzip der Öffentlichkeit!
In diesem Sinne hatten wir mit einer öffentlichen Antwort auf unseren Offenen Brief gerechnet, doch trat an deren Stelle ein höfliches Schreiben der Bürgermeisterin der Stadt Seeland, Heidrun Meyer vom 3. Mai 2016, aus dem nicht ersichtlich ist, ob er veröffentlicht werden darf.
Die Quintessenz daraus: Ja, man stehe zu den Bibliotheken als einer Bereicherung des geistig-kulturellen Lebens der Stadt, sei sich der Verpflichtung aus den Beschlüssen des Stadtrats bewusst, könne aber verwaltungsseitig nicht handeln. Das verbiete die Rechtslage.
Die Stadt Seeland verfüge noch über keinen von der Aufsichtsbehörde genehmigten Haushalt 2016, dies verbiete zusätzliche freiwillige finanzielle Leistungen für Einrichtungen, wie sie die Bibliotheken darstellen. Punkt.
Oder klar formuliert: Ob und wann es einen Internetzugang für die Bibliotheken der Stadt Seeland gibt, ist völlig ungewiss. Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach!
Um nicht missverstanden zu werden: Formal ist das kommunal- und haushaltrechtlich sicher richtig, bürgerorientiert und nachvollziehbar ist es aber nicht.
Worüber reden wir in Euro und Cent eigentlich, liebe Kenner diverser Haushaltsdokumente der Stadt Seeland?
Um wieviel wird der kommunale Haushaltsposten „Telekommunikation“ oder so ähnlich steigen, wenn die bestehenden Telefonanschlüsse der Stadtbibliothek tariflich umgestellt werden?
Und gibt es Sonderkonditionen für Kommunen im Rahmen von Gesamtpaketen? Oder nicht und für die Umstellung des Telefonanschlusses unserer Bibliothek z. B. auf den Telekom-Tarif Deutschland IP Start für Geschäftskunden werden 34,95 € monatlich fällig statt bisher … wieviel?
Frage über Fragen, die, so ist zu hoffen, nicht nur wir stellen …
Aber den unergründlichen Humor des Briefes wollen wir dem geneigten Leser nicht vorenthalten.
So heißt es im Text: Wenn das Haushaltsrecht es erlaube, werde man handeln und
„Somit werden auch die Bibliotheken nach 25 Jahren an das WWW angebunden sein.“
Beachtenswert, doch was soll es uns sagen? Wo doch das WWW vor einem Vierteljahrhundert noch in seinen äußerst feuchten Windeln steckte und es Web 2.0 und Social Media erst seit etwa 2003 gibt. Und um letzteres geht es in der multimedialen Bibliothek.
Doch sind dies in der Sache nicht Kleinigkeiten, absolute Nebensächlichkeiten, eigentlich Selbstverständliches?
Wo kein Wille, da kein Weg. Die Stadt Seeland ist ein Beispiel dafür.
Unser Bild? Natürlich die Seeland-Schnecke Helix administrata seelandii. Entdeckt von den Bücherfreunden Gatersleben.
PS: Warum fiel uns da gerade der mögliche Zusatz „Anhalt“ auf den Ortseingangsschildern der Stadt Hoym ein? Welche haushaltrelevanten Kosten werden wann ggf. dafür aufgebracht?
Für den Verein ExLibris-Bücherfreunde Gatersleben e. V. 


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