Politisches Salzland

Aktuelle Diskussionen in der Region

Ja, ist denn schon Weihnachten? Oder die Geschichte von den leeren Ankündigungen

Nein, Weihnachten ist noch nicht, aber in Kürze und so ist der Aschersleber Stadtrat in der kommenden Woche aufgefordert, seinen Bürgerinnen und Bürgern noch etwas auf den kommunalpolitischen Gabentisch zu legen. Nämlich den Haushalt der Kreisstadt 2013.

Doch hat der Oberbürgermeister, sorry, der Weihnachtsmann nicht nur leere Taschen, im Haushaltssäckel klafft auch ein großes Loch, ja, er scheint bodenlos mit über 65 Millionen EURO städtischer Verbindlichkeiten.


Darüber erfährt man natürlich nichts im offiziellen Anzeigenkasten der Stadtverwaltung „um die Ecke“, im Durchgang vom Markt zum Aschersleber Tie.

Eigentlich wäre für das Stadtparlament eher im Team das Absingen des beliebten deutschen Volks- und Kinderlieds „Ein Loch ist im Eimer  am 19. Dezember angesagt.

Worum es dabei geht, behandelten wir bereits hier auf POLITISCHES SALZLAND.DE. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Außer vielleicht, dass den empörten Aufschreien in den Aschersleber Ortsteilen und einer vollmundigen Ankündigung der SPD via Facebook bis zum heutigen Tage nichts folgte.

Einzige Ausnahme ein Leserbrief von Marius Fischer an die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG, trotz beruflichen Engagements in einem anderen Bundesland nicht nur fotogene Konstante der regionalen SPD, in dem er dir Notwendigkeit einer Haushaltskonsolidierung (Man schreibt wohl besser Streichen und Wegfallen!) in Verbindung mit einem Bürgerhaushalt

„Aschersleben braucht ein neues gemeinschaftliches Projekt.“

brachte.

Das klang spannend.

Fischer propagierte einmal mehr die an anderen Orten bereits bewährte Idee, die Betroffenen selbst – die Bürgerinnen und Bürger – zu motivieren und vor allem zu Worten und Taten zu inspirieren, die in ein Haushaltsprojekt einmünden soll, das

„…im Wesentlichen von der Mehrheit der Bevölkerung getragen [wird], dazu benötigt es einer offenen und breit angelegten Diskussion mit allen Bürgern.“

Anhörungsverfahren – Kostenbewusstsein – Bürgerengagement – Abbau von Politik- und Parteienverdrossenheit: Schöne Stichworte der Fischerschen Überlegungen, hinausgelassen in die kalte Winterluft; die Stelle, an der sie sich zum Reif tatsächlichen Handelns niederschlugen, ist nicht zu entdecken.

Wäre man da nun nur gelangweilt, kein Problem, doch ist man zurecht wieder einmal nicht nur enttäuscht, sondern muss Stagnation feststellen.

Darüber kann auch nicht hinwegtäuschen, dass zumindest die SPD Aschersleben optisch mal wieder Flagge zeigt und ihr Facebook-Titelbild in markantes Rot hüllte, schlicht, nur mit dem Namenszug der einstigen Kreisstadt. Ob dies nun ein weihnachtliches Rot war oder der dokumentierten Begeisterung über Herrn Steinbrück zu verdanken ist, blieb offen.

Doch ist es ohnehin der Ulcus der Etablierten, dass ihre Musik eher in Berlin, Bonn oder vielleicht noch Magdeburg spielt.

Danke, das interessiert uns hier weniger.

Update:

Aktuell

Marius Fischer dazu auf Facebook über die Aschersleber Stadtverwaltung:

„Eine kurze Berichterstattung darüber, dass die Stadtverwaltung meine Briefe an die Stadträte nicht verteilen wollte und damit erneut bewiesen hat, dass Aschersleben noch weit entfernt ist von einer bürgerfreundlichen Stadtverwaltung.“

Nachtrag der Redaktion: Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass hier z. B. die Kreisverwaltung des Salzlandkreises  anders (und vorbildlich!) agiert.

 

Tags:


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Politisches Salzland

Eine regional- und kommunalpolitische Informations- und Kommunikationsplattform für den Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt).

Themenbereiche

 
Oktober 2018
M D M D F S S
« Feb    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Wo Sie POLITISCHES SALZLAND noch finden ...